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The Tree Of Life Review vom:
12.12.2011 | Redakteur/in: Marc Disc-Format: DVD
Englisch Dolby Digital 5.1 Deutsch DTS Deutsch Dolby Digital 5.1
Untertitel
Deutsch
Bildformat
Anamorphic Widescreen 1.85:1
Bonusmaterialien
The Tree of Life: Die Hintergründe (28 min)
US trailer, dt. Trailer und 3 Trailer zu weiteren Filmen
Ausgelöst durch den Tod eines seiner Brüder erinnert sich Architekt Jack (Sean Penn) an seine beschauliche Kindheit in einer texanischen Kleinstadt in den 50er Jahren, an seinen dominanten Vater (Brad Pitt) und an seine liebevolle Mutter (Jessica Chastain)...
In Zeiten von zielgruppenorientierten und überwiegend gleichförmigen Blockbustern wirkt Terrence Malicks The Tree of Life wie ein Fremdkörper, der gegen den Strom schwimmt. Wie schon in seinen vorherigen Werken verzichtet der Filmemacher auf konventionelle Dramaturgie, ausgefeilte Dialoge oder temporeiche Plotwendungen, stattdessen setzt er auf Stimmungen, Träume und Erinnerungen, die sich freischwebend zu einem einzigartigen impressionistischen Filmerlebnis verdichten. Schon der Beginn ist in jeder Beziehung außergewöhnlich: The Tree of Life startet mit einer mittlerweile schon legendären Urknall-Sequenz (visuell umgesetzt von Douglas Trumbull), die das allegorische Leitmotiv des Films, die Schönheit der Erde und die zerstörerische Kraft der Natur, vorwegnimmt. Im folgenden Familiendrama übernehmen diese Rollen dann Brad Pitt, der als strenger Vater Disziplin und Dominanz propagiert und Newcomerin Jessica Chastain, die als grundgütige Mutter ihren Söhnen das christliche Prinzip der Nächstenliebe vorlebt.
Pitt und Chastain sind in ihren Rollen fantastisch, noch besser agiert der junge Hunter McCracken (der bei einem Casting aus einer Gruppe von 10.000 Bewerbern ausgewählt wurde) mit einer Natürlickeit, die man bei Kinderdarstellern selten so perfekt gesehen hat. In Cannes gewann The Tree Of Life die Goldene Palme, trotzdem spaltet das Werk wie kein anderes in diesem Jahr das Publikum in Befürworter und Gegner. Natürlich macht sich The Tree of Life mit seinem Hang zum überlebensgroßen Pathos, der sakralen Musik und den gemurmelten Dialogen angreifbar, doch wer sich auf diese Herausforderung unvoreingenommen einlässt, wird den Film kaum noch aus seinem Gedächtnis streichen können.
Der öffentlichkeitsscheue Terrence Malick glänzt im Making of erwartungsgemäß durch Abwesenheit. Da aber an seiner Stelle Verehrer wie David Fincher oder Christopher Nolan sowie die Darsteller und Produzenten ausführlich die Filme Malicks diskutieren und analysieren, ist der Beitrag nichtsdestotrotz lohnenswert.
"Bildgewaltig, komplex, poetisch: Malicks Lebensbaum ist der beste Film des Jahres."